Warum Ägypten ?
oder: Begeisterung kann ansteckend sein
Projekt 2005
Why
Egypt?
or: enthusiasm can be infectious!
Project 2005
Nächste Woche kommt Franziska nach Golmbach. Darf sie mit in die Schule kommen?
Mit dieser kurzen Frage von D. begann unser „Abenteuer“ Ägypten
2005.
Franziska kam. Früher wohnte sie mit ihrer Familie in Warbsen und Negenborn. In
unserer Schule hatte sie später auch ein Praktikum gemacht. Jetzt studiert sie
in Bayreuth. Dort ist sie in Kontakt mit dem Afrika-Freundeskreis gekommen,
lernte in Würzburg Schwester Amalia kennen und reiste mit Professor Ibrahim das
erste Mal nach Ägypten.
In Beni Suef, einer Millionenstadt 120 Kilometer südlich von Kairo traf sie
Schwester Amalia wieder. Die hatte seit ihrem Aufenthalt in Würzburg viel über
deutsche Kindergärten gelernt und lernte inzwischen auch die deutsche Sprache.
Sie war von der Arbeit in deutschen Kindergärten so begeistert, dass sie mit dem
Bau eines Kindergartens in ihrer Heimat begann.
Für Franziska stand
es fest: Hier werde ich auch gebraucht. Inzwischen lernt sie selbst arabisch und
hatte mehrmals Gelegenheit, nach Ägypten mitzureisen und dort mitzuarbeiten.
”Next week Franziska is coming to Golmbach. May she come into to the
school?”
With a very quick answer from D. our egyptian „adventure“ in 2005
began.
Franziska arrived. Some time before she had lived with her family in Warbsen
und Negenborn. Later she also did some work experience in our school. Now
she studies in Beirut. It is here that she came into contact with the
Friends of Africa; met and got to know Sister Amalia in Würzburg; and
travelled to Egypt with Professor Ibrahim for the first time.
In Beni Suef, a city with over a million inhabitants situated 120 Kilometer
south of Cairo, she again met sister Amalia. Since her stay in Würzburg
Sister Amalia had learnt a good deal about German Kindergartens and had also
picked up the German language. She was so enthused about the work in
Kindergartens in Germany that she began on working on a project to build a
kindergarten in her homeland. It became clear to Franziska that she would
want to work there, and so she began to learn Arabic and has on numerous
occasions travelled to Egypt and worked with the new kindergarten there. translated by
Sam Cooper
An einem Vormittag berichtete Franziska den Kindern und Lehrern von ihrem Besuch
in Ägypten. Alle waren so begeistert, dass sie mehr wissen wollten.
Franziska versprach, wieder zu kommen und Bilder mitzubringen.
Auch der Schulelternrat ließ sich „anstecken“. Gleich nach ihrer Rückkehr aus
Ägypten, reiste Franziska im März nach Negenborn, um den Kindern und auch den
Erwachsenen von ihrem Aufenthalt und ihrer Arbeit dort zu berichten.
One
morning Franziska told the children all about her visit to Egypt. They were
so excited about her story and wanted to know more. Franziska promised to
come back again and bring pictures with her from her journey.
The school’s Parents & Teachers Association (PTA) were also intrigued by
what she had to say. Straight after her return from Egypt Franziska came
again to Negenborn to tell the children and adults all about her trip and
her work.
Das ist so spannend und interessant, dass wir dieses Thema zu einem Schwerpunkt
beim nächsten Schulfest machen müssen.
Jetzt ließ sich Franziska von den Kindern und Eltern des Forstbachtals
begeistern und versprach: Ich komme zum Schulfest wieder und bringe für einen
Basar echte Sachen aus Ägypten mit. Mit dem Erlös können wir die Arbeit in Beni
Suef unterstützen.
We
were so inspired by this topic, that we included it as a highlight in our
next school celebration. The parents and children of Forstbachtal were so enthused by Franziska’s
work and she promised to come back and help us with the school celebration
and bring some Egyptian knick-knacks with her for the bazaar, so that we
might be able to support the work in Beni Suef.
Der Afrika-Freundeskreis
Die Schulelternratsvorsitzende Dorike Mocker hat die Informationen über den
Afrika-Freundeskreis und die
Projekte, über die Franziska berichtet hat,
zusammen gestellt:
Der
Afrika-Freundeskreis entstand aus der Initiative einiger Geographiestudentinnen
und -studenten
der Universität Bayreuth, die sich mit Fragen der Entwicklungshilfe
beschäftigten und nach Möglichkeiten eines aktiven Beitrags zur Unterstützung
hilfsbedürftiger Menschen, insbesondere auf dem afrikanischen Kontinent,
suchten.
Der Verein wurde am 2. Juli 1992 gegründet, seiner Entstehung entsprechend
"Afrika-Freundeskreis" genannt und noch im gleichen Jahr als gemeinnützig
anerkannt. Inzwischen haben sich dem Freundeskreis international mehr als
160 engagierte Menschen angeschlossen.
Derzeit unterstützt der
Freundeskreis verschiedene Projekte in Ägypten, Sudan, Kenia, Tansania und Uganda. Die
geförderten Projekte sind entsprechend dem Rahmen ihrer Möglichkeiten
überschaubar und sollen direkt der Verbesserung der Lebensverhältnisse und des
Selbsthilfepotentials der Menschen dienen. Dabei legen sie großen Wert auf
persönliche Kontakte zu allen Projektpartnern, um Geld- und Sachspenden
unmittelbar und rasch weiterleiten zu können.
In Deutschland
versuchen sie mit Vorträgen, Ausstellungen, Benefizveranstaltungen und sonstigen
Aktionen auf die Belange der Menschen afrikanischer Länder aufmerksam zu machen.
Kindergarten Beni
Suef Seit 1992 unterstützt der AFK sowohl finanziell als auch materiell die
Ausstattung und Erweiterung eines Kindergartens in Beni Suef. Unter der Leitung
von Schwester Amalia erhalten dort zur Zeit 380 Kinder eine elementare
Ausbildung.
Ein weiterer Kindergarten wurde 1998 in einem Slumviertel von Beni Suef mit
Hilfe des AFK eröffnet, wo Kinder von sozial schwächeren Familien gefördert
werden.
Müllsammler Die ca. 15 Mio. Bewohner Kairos drohen im Müll zu ersticken, da dort eine
staatliche Müllabfuhr nur rudimentär vorhanden ist.
Deshalb etablierten die Zabbalin (Müllsammler) eine private Müllsammlung.
Täglich werden von ihnen knapp 2000 Tonnen Hausmüll gesammelt, der in ihre Wohn-
und Arbeitssiedlung transportiert, dort getrennt und für die Wiederverwertung
aufbereitet wird.
Die Müllsammler leben in einfachen Hütten inmitten des gesammelten Mülls ohne
jegliche Infrastruktur. Deshalb unterstützte der AFK als sein erstes Projekt in
einer Müllsammlersiedlung die Entwicklung und den Bau von Maschinen zur
Wiederverwertung des Plastikmaterials, das zuvor verbrannt wurde und die starke
Luftverschmutzung bedingte.
Außerdem wird der Bau von Steinhäusern und die Installation von Latrinen, Strom-
und Wasserleitungen gefördert.
Das alte Ägypten
Nach den spannenden Berichten aus dem fernen Ägypten war auch die Neugier nach
den alten Pharaonen, den Mumien oder Hieroglyphen geweckt. Das dritte Schuljahr
begann mit dem Projekt „Werkstatt Ägypten“. Die Ergebnisse werden beim Schulfest
vorgestellt.
Senet spielen
Die Spielregeln zum
Senet Spiel
gibt es auf der
Ägypten Seite bei der Blinden-Kuh. Hier kann man das
Senet
online spielen.