|
Kalif Storch
Aufführung auf der Schultheaterwoche in Braunschweig
am Montag, dem 7. März 2005
Ein
besonderer Höhepunkt der „Werkstatt für Sprachspiel und Sprachgestaltung“ mit
Jürgen Rassek war die Teilnahme an den Schultheatertagen in Braunschweig am 5.
März 2005.
Für alle, die schon
zum Gelingen der Aufführung im Dezember in Negenborn beigetragen hatten wie
Kostümschneiderei, Bühnenbildgestalter oder Helfer bei der Regiearbeit,
bedeutete dieser Tag genauso wie für die Mitspieler noch einmal eine Bündelung
aller Kräfte und eine riesige Herausforderung. Schließlich musste alles neben
dem normalen Schulalltag ablaufen.
Für die kleinen
Schauspieler bot dieser Tag die einmalige Gelegenheit, sich und das Stück von
Kalif Storch vor einem völlig unbekannten und unvoreingenommenen Publikum zu
präsentieren. (Ein großer Unterschied zur der Aufführung vor Eltern, Großeltern
und Freunden.) Zudem fand die Braunschweiger Aufführung in der Atmosphäre eines
richtigen Theaters statt. Hier waren die Schülerinnen und Schüler von der
Professionalität einer richtigen Theaterbühne beeindruckt. Es gab Zugänge von
allen Seiten auf die Bühne, professionelle Beleuchtung oder Anweisungen aus dem
Regieraum.
Die Spieler mussten sich spontan auf diese neuen Bedingungen einlassen. Eine
Probe auf der ungewohnten Bühne war wegen der großen räumlichen Distanz vorher
nicht möglich. Durch die gute organisatorische Vorarbeit und die Anpassung des
mitgebrachten eigenen Bühnenbildes an die Gegebenheiten des Braunschweiger
Theaterspielplatzes gelang es Jürgen Rassek, diesen Anpassungsprozess für die
Kinder reibungslos ablaufen zu lassen. Positiv stellte sich auch die
Textsicherheit der Kinder für die neue Situation heraus.
Da die Negenborner
Gruppe die Möglichkeit hatte, bereits das vorhergehende Stück zu verfolgen,
konnten sie ihre eigene Leistung problemlos in den neuen räumlichen Kontext
einordnen.
Dieser Ausflug in die Welt eines richtigen Theaters, einschließlich der damit
verbundenen Bahnfahrt, ist für alle Beteiligten zu einer wertvollen Erfahrung
geworden und wird eine bleibende Erinnerung werden.
Möglich wurde die Teilnahme an den Schultheatertagen in Braunschweig dank der
großzügigen finanziellen und ideellen Unterstützung der Robert-Bosch-Stiftung in
Stuttgart für das einjährige Projekt „Werkstatt Sprachspiel und
Sprachgestaltung“ mit dem Göttinger Schauspieler Jürgen Rassek.
H. Ulrich
|